Sanacura Seniorenhelfer

Deutschland ist eine vergreisende Gesellschaft. In keinem Land der Welt – mit Ausnahme Japans – verändert sich das Verhältnis von alten zu aktiven Menschen in so kurzer Zeitspanne in so radikalem Umfang. Die Implikationen für den Wohlstand unserer Gesellschaft, sollten alle Maßnahmen der Gegenlenkung versagen, haben die wenigsten bis dato begriffen. Schon heute, auf Basis der aktuellen Rentenformeln, leben Rentner und Pensionäre in beträchtlichem Umfang auf Kosten der arbeitenden und nachwachsenden Generation – nichts ist so unsicher, wie die Rente der heute Arbeitenden. Diese wirtschaftliche Bürde kann jedoch auch als Chance begriffen werden. Fokussieren sich die Werbetreibenden heute gern auf die Gruppe der 14 bis 49-Jährigen, so bekommt diese in den nächsten 10 Jahren unter Kaufkraftgesichtspunkten zunehmend Konkurrenz durch die Gruppe der materiell überdurchschnittlich gut gestellten Pensionäre.

Diese haben ein anderes Verständnis von Leben und Konsum im Vergleich zu der Kriegsgeneration, die heute das Bild der Alten in der Gesellschaft prägt. Sie haben ihren Wohlstand häufig selbst erarbeitet, sind viel gereist und weltoffen. Sie legen Wert auf Qualität, möchten am Leben partizipieren und nicht an den Rand abgeschoben werden. Sie sind bereit, Vermögen für eigene Zwecke zu konsumieren und denken nicht in erster Linie an ihre Nachkommen. Das Bündnis möchte die derzeit illegale oder halblegale Arbeit von Seniorenhelfern legalisieren, ausländische Agenturen überflüssig machen und die Qualität der Betreuungsarbeit deutlich verbessern, nachvollziehbar und vergleichbar darstellen sowie ein entsprechendes Berufsbild zertifizieren und anbieten. 

  

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